MTV Altendorf von 1897 e.V.

Vorwort

Ein wenig schwierig ist es schon für uns, heute einen Überblick über die Vereinsgeschichte zu geben. Das betrifft besonders die Gründerzeit, die uns nur aus alten Protokollbüchern bekannt und kaum durch Erzählung zugänglich ist.

Es ist durchaus möglich, dass einige wichtige Ereignisse nicht genannt werden, da sie nicht in den Protokollbüchern stehen oder weil wir ihnen heute keine besondere Bedeutung mehr beimessen.
 

Die ersten 30 Jahre

Am 3. August 1897 gründeten einige Altendorfer Einwohner (Altendorf war damals noch selbständig) in der Schoppe’schen Gastwirtschaft (heute: Altendorfer Hof) den MTV Altendorf.

Das Gründungsprotokoll lautet:

„Es hatten sich eine Anzahl Gäste in der Schoppe’schen Gastwirtschaft eingefunden, behufs einer Besprechung über die Gründung eines Turn-Vereins zu Altendorf.

Zunächst wurde zur Wahl einer Kommission geschritten zur Ausarbeitung der Statuten und sonstiger Vorbereitungen. Es wurden folgende Herren gewählt: Wilh. Lembke, Wilh. Winnefeld, Gemeindevorsteher Engelke, Karl Schmidt, Jacob Friedr. und Sonntag Aug. Schluss der Versammlung: 11 Uhr abends.“

Bereits am 13.8.1897, also nur zehn Tage später, fand die offizielle Gründungsversammlung statt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Wilhelm Lembke gewählt, erster Turnwart wurde Wilhelm Winnefeld.

Die wöchentlichen Turnabende fanden im Heller’schen Saal (heute: Hellers Krug) statt. 1898 wurde der Beschluß gefasst, die Turnstunden in den Schoppe’schen Saal zu verlegen.

Alles verlief - aus heutiger Sicht - nach strengen Regeln. So wurde die Vereinskasse durch zusätzliche Strafgelder aufgebessert: unentschuldigtes Fehlen beim Turnen wurde mit 10 Pf. Strafe belegt. Die schriftliche Entschuldigung musste beim Vorstand abgegeben werden. Außerdem verpflichtete sich der Turner, ebenfalls am Turnabend mitzumachen, andernfalls musste er 10 Pf. Strafe zahlen.

Noch eine andere, für uns heute zum Schmunzeln anregende Bemerkung aus dem Protokollbuch soll hier zitiert werden:

„Während des Turnens darf im Turnraum keine Zigarre geraucht werden!“

Die Entwicklung des Vereins ging schnell voran. 1898 wurde ein Tambourcorps (Spielmannszug) gegründet, und im Jahre 1899 trat der Verein dem Solling-Turngau bei. Im Juni 1900 wurde das erste mehrtägige Turnfest auf dem Gemeindeplatz gefeiert. Die Mitglieder nahmen feierlich Aufstellung für das erste Vereinsfoto. Der TAH warb mit mehreren Anzeigen für dieses Fest und für die Nachfeier. Am 14. April 1903 wurde die erste Fahne des MTV Altendorf geweiht. Der Verein hatte zu der Zeit 56 Mitglieder.

Schon bald wollten auch die Damen aktiv turnen. So wurde am 12. Dezember 1905 die Damenriege mit der offiziellen Bezeichnung: „Damenriege des MTV Altendorf“ in den Verein übernommen. Vorturner war selbstverständlich ein Mann. Die Frau des 1. Vorsitzenden beobachtete jedoch den Turnbetrieb kritisch.

Die Mitglieder waren sehr versammlungsfreudig. Das Protokollbuch verzeichnet allein für das Jahr 1905 nicht weniger als 18 Versammlungen.

Bis 1914 verlief das Vereinsleben normal weiter. In den im Protokollbuch aufgezeichneten Versammlungen ging es hauptsächlich um Beiträge, Ostervergnügen, Siegerball und die Teilnahme als Gäste bei Festen anderer Vereine.

Während des ersten Weltkrieges ruhte der Turnbetrieb.

Danach ging die turnerische Arbeit mit neuer Tatkraft und Energie weiter. 1920 fand ein Vereinswettturnen mit großem Fest statt. Dazu eine interessante Anmerkung aus dem Protokollbuch: „Wer am Festzug (durchs Dorf) nicht teilnimmt, scheidet vom Feste aus!“

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens richtete der Verein im Jahre 1922 das Gau-Turnfest in Holzminden aus. Fleißig wurden auch die Übungen für das Deutsche Turnfest 1923 in München geturnt. Sieben Anmeldungen lagen dafür vor.

Die fortschreitende Inflation forderte 1923 vom Vorstand die schwierige Lösung finanzieller Probleme. Die Saalmiete für den Schoppe’schen Turnsaal betrug für Februar bis August 77.433 Mark, für August allein 800.000 Mark. So musste der Vereinsbeitrag auf 10.000 Mark pro Monat festgesetzt werden, und der Eintritt für das Vereinsvergnügen betrug allein 20.000 Mark.

Die Lage wurde immer unübersichtlicher, woraus der Beschluss resultierte, dass bis auf weiteres der Beitrag den Ausgaben gemäß festgesetzt wird. 1924 war der Inflationsspuk vorbei und die Beiträge wieder überschaubar.

Viele Turner des MTV Altendorf nahmen 1925 am Kreis-Turnfest in Holzminden teil. Mit vielen Mitgliedern wurde hierfür der Sportplatz (Jahnplatz) gebaut und am 28.6.1925 eingeweiht.

Das 30-jährige Stiftungsfest wurde 1927 mit Schauturnen (nachmittags) und abendlichen großen Ball bei Schoppes gefeiert.

Lang waren die Vorbereitungen für das Deutsche Turnfest 1928 in Köln. Ein Jahr vorher wurde eine Reisekasse eingerichtet und die Teilnehmer ermahnt, fleißig zu sparen.

Um die Saalmiete zu sparen, wurden die Turnstunden im Jahr 1929 in die Turnhalle an den Teichen verlegt.
 

Der MTV Altendorf während der NS-Zeit

Für junge Menschen, die die NS-Zeit nur vom Geschichtsunterricht kennen, oder auch für Menschen mittleren Alters, die nur noch die Nachwirkungen jener Epoche zu spüren bekommen haben, werden die Protokolle der Turnerversammlungen zu einer spannenden Lektüre.

Spannungen im Vorfeld der NS-Zeit

Zwar geht es in den Versammlungsprotokollen in den meisten Fällen keineswegs um zeitgeschichtlich relevante oder zeitspezifische Vorgänge, sondern um alltägliche Dinge des Vereinslebens, z.B. die Planung eines Bergturnfestes, Vorbereitungen von Geräte-Meisterschaften, Verleihung von Urkunden für treue Mitarbeit im Verein, Durchführung eines Turnerballes u.s.w.

Doch zwischen den Zeilen oder unter dem Punkt „Verschiedenes“ tauchen zuerst verschwommen, dann immer kontrastreicher und greller die Runen einer neuen Zeit auf.: „... und wird der Turnwart gebeten, in Zukunft bei Verfehlungen strenger durchzugreifen und zu handeln! ... es erfolgt sodann eine lebhafte Aussprache betreffend Turner-Jugend-Bewegung.“

Einige kleine Randbemerkungen zeigen deutlich, saß das „Aufsteigen einer neuen Zeit“ Spannungen in die Versammlungen getragen hat. Im Protokoll vom 7. September 1932 heißt es unter „Verschiedenes“: .... „Die Sportabteilung des SA benutzt bei ihrem Übungsabend unsere Geräte. Die Turnfreunde Sikiera  und R. Teiwes werden beauftragt, der Sportabteilung der SA die Benutzung für die Zukunft zu verbieten. Diese Maßnahme wird getroffen und findet seine Erledigung.“

Die „neue Zeit“: Wehrsport

Doch im Mai 1933 ist aus dem Protokollbuch deutlich die Euphorie herauszuhören, mit der ein großer Teil der Turner des MTV Altendorf dem NS-Gedankengut gegenüberstand. Im Protokoll vom 11. Mai 1933 heißt es: „.... Turnfreund Sikiera hält eine längere Ansprache über den Wehrsportgedanken, welcher durch den nationalen Aufstieg Deutschlands gefördert werden muss. Ein von der Deutschen Turnerschaft herausgegebener Bericht besagt, dass Wehrsport den Vereinen zu Pflicht gemacht wird. Nach längerer Beratung hierüber wird eine Wehrsportriege von jungen Leuten, welche Mitglieder sind, zusammengestellt und Turnwart Sikiera zum Leiter dieser Abteilung ernannt. Diese Abteilung wird dem hiesigen Wehrverband angeschlossen.

Führerprinzip

Während die Protokolle jahrzehntelang mit der Formulierung beginnen: „Die Eröffnung der Versammlung durch den Turnfreund Karl Hilmer, fand um 8.30 Uhr statt“, heißt es am 31. Oktober 1933 dann: „Der Vereinsführer eröffnet um 9 Uhr die Versammlung“.

Das Führerprinzip der Nationalsozialistischen Bewegung setzt sich immer mehr durch. Das Protokoll vom 22. April 1934 hält unter Punkt 2 fest: „Nach dem neuen Gesetz „Führerprinzip“ kommt eine Neuwahl des Vereinsführers bzw. des Gesamtvorstandes nicht in Betracht; dem Vereinsführer steht das Recht zu, die weiteren Vorstandsmitglieder zu ernennen...“

Sieg Heil auf Führer, Volk und Vaterland

Wie sehr sich das Führerprinzip inzwischen durchgesetzt hat, zeigt der folgende Absatz, der wegen seiner Anschaulichkeit hier ungekürzt abgedruckt werden soll:

„Gegen 9 Uhr abends wird die Versammlung vom Vereinsführer eröffnet; derselbe begrüßt die Erschienenen und dankt für zahlreiche Beteiligung. Vor Übergang zur Tagesordnung wird vom Kassierer R.Ernst dem Führer gedankt. Er streift kurz die Verdienste des Führers im verflossenen Jahr. Hierauf folgt ein Sieg Heil auf Führer, Volk und Vaterland.“

Danach heißt es dann: „gemäß der getroffenen Vereinbarung des Reichssportführers mit dem Reichsjugendführer, hat der Verein einige Turner als Vorturner für den Turnbetrieb des Jungvolks zu stellen...

mit einer Führerehrung wurde die Versammlung um 11 Uhr 30 geschlossen.“

Zusammenschluss aller Sportvereine Holzmindens

Bis 1939 war es den Vorstandsmitgliedern des MTV Altendorf gelungen, sich der völligen Gleichschaltung zu widersetzen. Am 8. März 1939 jedoch wurde es Ernst mit dem Zusammenschluss der Turn- und Sportvereine Holzmindens: „Der Vereinsführer erstattete Bericht von einer Sitzung sämtlicher Vereinsführer der Turn- und Sportvereine Holzmindens, welche unter der Führung des Vereinsführers Unger vom MTV Holzminden stattgefunden hat. Sämtliche Vereinsführer haben sich bei obiger Zusammenkunft einverstanden erklärt, einen Zusammenschluss zu tätigen, wenn die Voraussetzungen für jeden einzelnen Verein für die Zukunft sich tragbar in Bezug auf Zusammenarbeit erweisen und nach den Grundsätzen unseres Führers erfüllt werden können... Die hierzu in Aussicht genommene Großveranstaltung sämtlicher Turn- und Sportvereine am 22. März 1939 ist abzuwarten.“

Der Druck auf die einzelnen Vereine, sich zu einem Großverein zusammenzuschließen, war sehr stark. Um so mutiger und anerkennenswerter muss die Abstimmung des MTV Altendorf vom 26. April 1939 aus der Rückschau bewertet werden:

„Zusammenschluss betreffend: Der Vereinsführer erörtert noch einmal Zweck und Ziel des Zusammenschlusses und nimmt Bezug auf die letzte Versammlung...

Kassenwart Ernst spricht ebenfalls über die Aufgaben des kommenden Großvereins und betont ausdrücklich, nach dem Ziel des Führers klar und deutlich zu handeln. Im Anschluss an die Aussprache nimmt der zu der Versammlung erschienene Stellenleiter  für Leibeserziehung der HJ (Hitler-Jugend) ausführlich Stellung bezüglich des Zusammenschlusses.

Die Abstimmung in der Versammlung ergibt einstimmig den Beschluss, einen Zusammenschluss mit anderen Vereinen  n i c h t  zu tätigen.“

NS-Gemeinschaft Altendorf

In dem letzten Protokoll, das in der NS-Zeit geschrieben wurde, heißt es, dass nach den neuen Einheitssatzungen der bisherige Name „Verein“ nicht mehr beibehalten werden dürfe, sondern durch den Begriff „Gemeinschaft“ ersetzt werden müsse. Deshalb beschließt die Versammlung in der letzten Sitzung am 12. Mai 1940: „ Es wird beschlossen, den bisherigen Namen „MTV Altendorf“ wie folgt zu ändern: an dessen Stelle tritt die NS-Gemeinschaft Altendorf.“

 Das letzte Protokoll

Der letzte Absatz des letzten Protokolls des NS-Zeit soll hier im vollen Wortlaut wiedergegeben werden:
„Anschließend gab Kamerad Ernst einen Bericht über die Mitgliederbewegung des Vereins aus den Jahren 1939/40, betonte insbesondere, dass der Verein infolge des Kriegsausbruchs 23 junge aktive Mitglieder, welche zur Fahne gerufen sind, zur Verfügung stellen konnte; auch hier hat der Verein seine Aufgabe erfüllt; Kamerad Ernst umriss sodann die bisherigen Erfolge des dem Großdeutschen Reich aufgezwungenen Krieges und bat die Anwesenden, treu dem Führer und dem Verein weiterhin zur Fahne zu stehen, dass uns einst der Sieg vergönnt sein möge. Mit einem Sieg Heil und dem Gedenken an den Führer wurde die Versammlung durch den Kamerad Ernst beendet.“

Aus dem Krieg, den der „größte Feldherr aller Zeiten“ geführt hat, sind viele junge aktive Mitglieder des MTV Altendorf nicht zurückgekehrt.

50 Jahre Distanz

Heute, nach über 50 Jahren, lässt sich im einzelnen nicht mehr genau feststellen, ob bei allen Maßnahmen und Äußerungen immer Überzeugung oder Liebe zum Führer die Hauptrolle spielten oder ob der Weg des geringsten Widerstandes bzw. Opportunismus Triebfedern des Handelns waren oder zumindest die Verhaltensweisen beeinflussten.
Vielleicht waren es auch nur Pflichtübungen, die einen Turnkameraden dazu bewegten, „eine kurze Ansprache über Zweck und Ziel in Bezug auf die Arbeitsdienst- und Militärdienstzeit“ zu halten. Vielleicht kamen solche Formulierungen bei einer eventuellen Überprüfung der Protokolle „oben“ gut an: „Turnkamerad Ernst richtete noch einige scharfe Worte an die aktiven Turner und verweist auf fristlosen Ausschluss aus dem Verein bei Versäumnis der Turnstunden.“

Der Wiederbeginn nach 1945

Im Verlaufe des zweiten Weltkrieges gab es anfangs noch eine Fußballgruppe, dann war sämtliches Vereinsleben erloschen.
Die alliierten Militärbehörden hatten 1945 die Auflösung aller bestehenden Vereine verfügt. Sie ließen erst Anfang 1946 Vereinsgründungen wieder zu, allerdings mit bestimmten Auflagen. Die neuzugründenden Vereine mussten nach den bitteren Erfahrungen der vergangenen 12 Jahre politisch, rassisch und religiös neutral sein.

Trotzdem traf man sich bereits am 19. Oktober 1945 zu einer Versammlung. Erstaunlich ist, dass bereits in dieser ersten Versammlung ein Antrag gestellt wurde, einen Tanzabend im Tanzlokal Müller am Pipping durchzuführen. Die dafür notwendigen Gelder sollten durch Fußballveranstaltungen gedeckt werden. Nach längerer Debatte wurde dieser Antrag jedoch unter Berücksichtigung der gegebenen Verhältnisse als verfrüht angesehen und einstimmig abgelehnt.

In der ersten Generalversammlung am 28. Januar 1946 konnte man erstaunlicherweise bereits wieder die Arbeitsberichte der Fachwarte entgegennehmen.

Welche Änderungen stellte man beim Lesen der ersten Protokolle nach Kriegsende fest?

  • Die Leitung des Vereins geht in jüngere Hände über; Karl Hilmer wird Ehrenvorsitzender.
  • Beim Begriff „Vereinsführer“ ist nachträglich das Wort „Führer“ durch "Vorsitzender“ ersetzt worden.
  • Aus 8 Uhr abends wird 20 Uhr, aus Schriftführer wird Protokollant, aus der deutschen Schrift wird die lateinische.
  • Geräteturnen und Leichtathletik scheinen nicht mehr so im Mittelpunkt zu stehen,  dafür Fußball.
  • Für viele Mitglieder ist in der Nachkriegszeit offensichtlich der fehlende Zwang und  Druck, der ein Merkmal autoritärer und totalitärer Staaten ist, hinsichtlich der Leistungsbereitschaft verhängnisvoll. Man benötigt jetzt einen „Fachwart für Presse und Reklame“ um den Turnbetrieb in Gang zu halten.


Die Aera Rudolf Ernst

Nach den Irrungen und Wirrungen des Krieges und der Nachkriegszeit und nach häufigem Wechsel auf dem Posten des ersten Vorsitzenden wurde am 3.2.1953 Rudolf Ernst in dieses Amt gewählt. Die zweite Amtshandlung, die der gerade Gewählte in der nun von ihm geleiteten Hauptversammlung durchführen musste, war die Abstimmung über einen Antrag des Sportfreundes Papenberg. Dieser stellte den folgenden Antrag: „...für die Folge jeweils bei einer Jahreshauptversammlung vom Verein ein Fass Bier aufzulegen...“ Das Abstimmungsergebnis war, wie man nicht unbedingt erwarten konnte, recht knapp. Der Antrag wurde mit 22 zu 15 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Anmerkung: Manches Mitglied wird sich nun die Frage stellen: „Gilt dieser Beschluss heute noch?“

Etwas schwieriger war es zu dieser Zeit, Geld für einen Fußball „loszueisen“. Hier verwies der Kassenwart darauf„...einen noch zu erwartenden Zuschuss abzuwarten, dann könne darüber weiter beraten werden.“

Neben diesen Anekdoten soll nicht unerwähnt bleiben - und dies insbesondere für die, die diese Zeit nicht erlebt haben - dass auch nach neun Jahren der Krieg noch nicht vergessen war. Es ist im Protokoll vom 25.2.1954 vermerkt: „Der erste Vorsitzende begrüßt ... den aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Heimkehrer Helmut Meyer.“

Damit soll es nun aber genug sein zu den schwärzesten „1000 Jahren“ in der deutschen Geschichte.

Man kann sich beim Studium der Unterlagen aus dieser Zeit des Eindrucks nicht erwehren, dass man es zu dieser Zeit wohl verstanden hat, F(f)este zu feiern. Dies belegt auch die ausführliche Beschäftigung mit der Vorbereitung des Altendorfer Festes im Jahre 1954, das vom MTV Altendorf ausgerichtet wurde. Unglaublich muss es für den jungen Leser klingen, wenn man die Eintrittspreise von vor über 40 Jahren nennt: „Für drei Tage ohne Tanz 1,00 DM, einschließlich Tanz 2,25 DM. An Kosten entstehen etwa 200 DM !!! (man beachte die Differenzierung „mit Tanz - ohne Tanz!“!)

Doch es wurde nicht nur gefeiert im Verein, sondern auch schon einmal Klartext geredet. So spricht das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 7.3.1959 von einer „heftigen Debatte“ und einer „lebhaften Generalversammlung“. Anlass hierzu gab ein Disput zwischen dem ersten Vorsitzenden und dem Oberturnwart, wobei es bis zur Androhung bzw. dem Verlangen von persönlichen Konsequenzen ging. - Wie aus späteren Aufzeichnungen zu ersehen ist, einigte man sich dann doch und die Zusammenarbeit ging in gleicher Besetzung weiter.

Fortschrittliche Züge

in der Vereinsführung wurden sichtbar. 1957 wird beim MTV Altendorf auf einer Jahreshauptversammlung einstimmig gebilligt, den Jugendlichen ab 16 Jahren das volle Stimmrecht einzuräumen. Die Altersgrenze lag bis dahin bei 18 Jahren.

Allerdings hielt man Jugendliche nicht für so selbständig, dass sie sich um die ordnungsgemäße Beitragszahlung persönlich kümmern konnten. Dies wird aus einem Auszug aus der Satzung von 1954 belegt:

„Nichtzahlung des Monatsbeitrages nach wiederholter Mahnung. Bei Mitgliedern unter 21 Jahren sind die Eltern von der Verirrung ihrer Kinder zu benachrichtigen, bevor der Ausschluss beantragt wird.“

Generationswechsel

Ende der 70er Jahre zeichnete es sich ab, dass der Verein eine Reihe junger Mitarbeiter herangebildet hatte, die nun auch bereit waren, Verantwortung zu übernehmen.

In der Jahreshauptversammlung am 7. April 1978 fand dann auch der Generationswechsel statt. Mit Hans Jürgen Loh wählten die Mitglieder den jüngsten Vorsitzenden in der Vereinsgeschichte. Doch damit nicht genug; alle bisherigen Vorstandsmitglieder (außer dem Oberturnwart) überließen ihre Ämter den „jungen Leuten“. Das Durchschnittsalter des neugewählten Vorstandes betrug seinerzeit 27 Jahre. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 225 Mitglieder.

Viel fortschrittliches Gedankengut wurde von der jungen Führungsmannschaft in die Tat umgesetzt. So wurde z.B. die erste Vereinszeitschrift herausgegeben, die heute zu einem wichtigen Kommunikationsmittel innerhalb des Vereins, aber auch nach außen geworden ist. Über 50 Ausgaben sind inzwischen erschienen die von Mitgliedern und Freunden des MTV Altendorf mit großem Interesse gelesen wurden.

Die erste Familien-Grillwanderung führte zum Thingplatz in den Stadtpark, wo ebenfalls im Jahr 1978 ein erster Volkslauf in Zusammenarbeit mit der AOK veranstaltet wurde. Auch die Geselligkeit erlebte einen Aufschwung. Nach 18-jähriger Pause wurde der traditionelle „Siegerball“ wiederbelebt; diese Veranstaltung hat sich bis zum 100. Jubiläumsjahr als einzige regelmäßige Tanzveranstaltung behaupten können, während der Oster- und der Weihnachtsball im Laufe der Jahre aufgegeben werden mussten.

Ausweitung des Sportbetriebes

Der MTV Altendorf wandelte sich in den folgenden Jahren vom Dorfverein in eine Turnverein moderner Prägung, wobei das traditionelle turnerische Gedankengut je-doch stets seinen Stellenwert behielt.

Mehre neue Abteilungen wurden gegründet. Den Anfang machte am 18.10.1978 die damalige Seniorenabteilung. Im Rahmen eines Erinnerungsfrühschoppens für ältere Vereinsmitglieder entwickelte der neue Vorsitzende Hans Jürgen Loh die Idee, ältere und erfahrene Mitglieder für den Verein zu aktivieren und aus der Passivität herauszuholen. Unter der Leitung von Alfred Heise und Günter Blume entwickelte sich diese Abteilung schnell und wurde zu einer der tragenden Säulen des Vereins.

Es folgte der Aufbau der Tischtennisabteilung, die am 19.9.1978 unter der Leitung von Dieter Beck den Übungsbetrieb aufnahm. Im Frühjahr 1979 wurde die Wander-Abteilung mit der unvergessenen Hilde Krege gegründet, und die Jugend-Tanzgruppe nimmt im gleichen Jahr unter der Leitung von Heike Oppermann den Übungsbetrieb auf.

Die Mutter-und-Kind-Abteilung wurde von Ute Loh am 1.4.1980 ins Leben gerufen und im April 1983 war sie ebenfalls die Initiatorin für die Gründung der Aerobic-Abteilung, deren Leitung dann Heike Schwekendiek und Marion Bellmer übernahmen. Wiederum war es Ute Loh, die ihre Idee von der Gründung einer Rhönradabteilung zusammen mit Heike Oppermann und Marion Sieburg in die Tat umsetzen konnte.

Die Leichtathletik im MTV Altendorf bekam im Jahr 1989 mit der Gründung des Lauftreff unter der Leitung von Hartmut Lampe einen starkem Aufschwung. Ein Jahr später, im November 1990, erfolgt mit der Frauen-II-Gruppe die nächste Neugründung, deren Leitung bis heute in den Händen von Monika Steinführer liegt.

Bedeutsam für den Sportbetrieb des MTV Altendorf ist die Gründung der Basketballabteilung im Jahr 1991, nachdem sich die nahezu komplette Abteilung des GSV Holzminden für einen Übertritt zu unserem Verein entschlossen hatte. Bis heute hat sich der Basketballsport unter der verantwortlichen Leitung von Dieter Zschörner im MTV Altendorf zu einer der stärksten Abteilungen entwickelt, die auch sportlich große Erfolge aufzuweisen hat.

Auch in den folgenden Jahren ist die Vereinsführung nicht müde geworden, den Mitgliedern stets ein attraktives, allen Altersgruppen gerechtes Sportangebot zu unter-breiten. Aus der früheren Männer-Turngruppe-II, die von Hans Jürgen Loh gegründet und geleitet worden war, entstand im Jahr 1994 die Rückenschule, die unter der fachlichen Leitung der Krankengymnastin Urte Rampe zum festen Bestandteil des Vereinsangebotes im Präventivbereich geworden ist. Im Oktober des gleichen Jahres stoßen einige Rollsportler zum MTV Altendorf, dessen Folge die Gründung der Inline-Skater-Gruppe war.

Das Jahr 1996 beschert dem MTV Altendorf vier weitere Sportgruppen. Im Frühsommer nimmt die Bossel-Gruppe unter der Leitung von Karin Schmidtmann den Übungsbetrieb auf und nach den Herbstferien bietet Angela Wolter Rollschuhlaufen für Kinder an.

Am 13. Oktober starten 8 Kinder beim 18. Herbstlauf in Ovenhausen. Seit dem 18.Oktober 1996 nahm der Jugendlauftreff unter der Betreuung von Bernd Risto, Hermann Meyer, Heike Gruber und Annemarie Muuß das erste Training auf.

Die Vielseitigkeit des MTV Altendorf wird durch die Gründung der ESDO-Gruppe am 14.8. und der Tai Ji Quan - Gruppe am 1.11.1996 dokumentiert, die beide durch Enno-Michael Kühne geleitet werden.        

Aber auch Rückschläge waren zu verkraften, wie z.B. bei der Tanzsportabteilung, die nach kurzer Zeit aus verschiedenen Gründen wieder aufgegeben werden musste.

Sportliche Erfolge

Auch auf sportlichen Gebiet waren unsere Turnerinnen und Turner in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Gute Ergebnisse bei Deutschen-, Landes- und Kreisturnfesten wurden erzielt, und bei Landes- und Deutschen Mehrkampfmeisterschaften errangen Altendorfer Turnerinnen und Turner vordere Plätze.

Gern erinnern wir uns heute u.a. an die Vize-Landesmeistertitel von Heiko Schramm und Susanne Schulze sowie an die Landesmeistertitel von Frank Dörrier und Frank Sieburg.

Zur Förderung des männlichen Kunstturnens wurde, gemeinsam mit dem MTV Holzminden, eine Kunstturngemeinschaft (KTG) gegründet, die im Turnbezirk Hannover und dem Niedersächsischen Turner-Bund beachtliche Erfolge erzielen konnte. Leider haben die beiden Altendorfer Turner inzwischen mit dem Leistungsturnen aufgehört, sodass die Basis für eine weitere Mitwirkung des MTV Altendorf an der KTG nicht mehr gegeben war.

Aber auch in anderen Fachsportarten kann der Verein auf beachtliche Erfolge zurückblicken. Für die Basketballabteilung war die zweijährige Spielzeit in der Landes-Oberliga Niedersachsen/Bremen sicher von größter Bedeutung. Auch haben die Meisterschaften auf Bezirksebene und die seit fast drei Jahren ungeschlagene derzeitige B-Jugendmannschaft sicherlich an der großartigen Entwicklung des Basket-ballsports im MTV Altendorf großen Anteil.

Daneben kann die Tischtennis-Abteilung unter der Leitung von Uwe Kreplin in letzter Zeit immer häufiger sportliche Erfolge in Form von Meisterschaften und Turniererfolgen, sowohl im Mannschafts- als auch im Einzelwettbewerb erringen, was sicher eine der Grundlagen für die permanente Ausweitung des Spielbetriebes in dieser beliebten Sportart darstellt.

Neben den guten Leistungen in den Fachsportarten sollen aber auch die Erfolge bei allgemeinen und Breitensport-Veranstaltungen nicht unerwähnt bleiben. In früheren Jahren errangen unsere Sportler mehrfach den Wettbewerb um das „Goldene Tau“, einem Tauzieh-Wettbewerb, der im Rahmen des Holzmindener Flohmarktes durchgeführt wurde. Auch bei den alljährlich in Dassel ausgetragenen „Nibelungen-Wettkämpfen“ haben Altendorfer Sportler in den vergangenen Jahren beachtliche Erfolge erzielen können.

Nicht zuletzt sei auch die Sportabzeichenarbeit im MTV Altendorf erwähnt, bei deren alljährlich ausgetragenen Wettbewerb unser Verein stets vordere Plätze erringen konnte.

Voraussetzung für sportliche Erfolge sind, neben intensivem Training, selbstverständlich die Anschaffung und der Besitz hochwertiger Sportgeräte. Große Summen wurden investiert, um unseren Mädchen und Jungen, Frauen und Männern stets optimale Trainingsmöglichkeiten zu bieten.

Der MTV Altendorf als Bauherr

Zu  Jahreswechsel 1984/85 wurde, in Form von zwei Fertiggaragen, der erste vereinseigene Geräteraum an die Turnhalle an der Paulikirche angebaut, um für die hochwertigen Sportgeräte unseres Vereins geeignete Unterstellmöglichkeiten zu schaffen. Parallel dazu wurde der ehemalige Klassenraum in unserer Turnhalle in Eigenleistung der Mitglieder von Grund auf saniert und in einen Jugend- und Gemeinschaftsraum umgebaut. Heute bildet der Gemeinschaftsraum eine willkommene Möglichkeit für Sitzungen, Lehrgänge, gesellige Veranstaltungen, Aktivitäten der Jugend und auch für kleinere Familienfeiern unserer Mitglieder.  

Aber schon bald stellte sich heraus, dass diese erste Baumaßnahme unseres Vereins von den fortschreitenden Aktivitäten überholt wurde war, sodass ein weiterer Geräteraumanbau erforderlich wurde. So fand im Herbst 1991 der erste Spatenstich zum zweiten vereinseigenen Geräteraum in Verbindung mit einer Vereins-Geschäftsstelle statt, die im Frühjahr 1992 feierlich eingeweiht werden konnten. Beide Baumaßnahmen waren nur durch die großartige Unterstützung der Stadt Holzminden und der Familie Speitling möglich, denen an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen werden soll.

Nachdem wieder ausreichende Finanzmittel angespart waren, konnte dann auch die Außenanlage vor der Geschäftsstelle in Form eines durch Grünanlagen eingerahmten Parkplatzes hergerichtet werden. Die Pflege der gesamten Außenanlagen der Altendorfer Turnhalle erfolgt durch freiwilligen unentgeltlichen Einsatz der Vereinsmitglieder.

Aus- und Weiterbildung

Alle sportlichen Erfolge des Vereins konnten jedoch nur erzielt werden, weil eine systematische Aus- und Weiterbildung von qualifizierten Trainern, Übungsleitern, Vorturnern und Helfern stets eines der obersten Ziele der Vereinsführung war und ist. Heute verfügt der MTV Altendorf in allen Sportarten über lizenzierte Trainer,  Übungsleiter sowie zahlreiche ausgebildete Vorturner und Helfer. Jede sich bietende Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Kreisebene wird von der Vereinsführung gefördert und von den Sportlerinnen und Sportlern gern wahrgenommen. Nur durch qualifizierte Lehr- und Betreuungskräfte kann auch für die Zukunft eine optimale Betreuung der Mitglieder gewährleistet werden.

Auch auf dem Gebiet der Vereinsführung und Verwaltung verfügt der MTV Altendorf über gut ausgebildete Kräfte und mit Hans Jürgen Loh über einen lizenzierten DSB-Organisationsleiter. Unterstützt wird der Verein bei der Verwaltungsarbeit durch seine Geschäftsstelle, in der eine Geschäftsführerin auf zwei Personal-Computer (Pcs), einen Fotokopierer und ein Telefon zurückgreifen kann. Hauptaufgaben der Geschäftsstelle sind die Mitgliederverwaltung, die Betreuung des Vereinsarchivs und die Unterstützung des Vorstandes, des Hauptausschusses und der Trainer und Übungsleiter durch die Verteilung und Weiterleitung von Informationen.  

Auch Geselligkeit muss sein

Dass nicht nur die sportlichen Übungsstunden das Leben im MTV Altendorf bestimmen, beweisen zahlreiche gesellige Veranstaltungen innerhalb eines jeden Jahres. Besondere Erwähnung sollen dabei das mittlerweile wieder zur Tradition gewordene Vereinsvergnügen (früher Siegerball) und die alljährliche Familien-Grillwanderung finden. Für die Arbeits-Gemeinschaft Altendorfer Vereine (AGAV), die im Jahr 1927 durch den MTV Altendorf mitgegründet wurde, veranstaltet der Verein einen jährlichen Volkswandertag, der seit fast zehn Jahren zum festen Bestandteil des Jahresprogramms gehört, obwohl die Beteiligung der anderen Altendorfer Vereine noch um einiges verbessert werden könnte. Eine große Anzahl gruppen- und abteilungsinterner Geselligkeiten runden das Bild ab, wobei unser Grillplatz im Turnhallengarten zu einem beliebten Treffpunkt für alle Mitglieder geworden ist.

Andere Veranstaltungen, wie der Osterball, der Weihnachtsball und der leider nur wenige Male durchgeführte Dämmerschoppen mussten dagegen wegen zu geringer Beteiligung und auch aus Überlastungsgründen aufgegeben werden.

Groß ist auch die Anzahl der Mitwirkungen unserer Sportlerinnen und Sportler bei Veranstaltungen anderer Vereine, Verbände und Organisationen. Ob Nostalgieturner, Jugend-Tanzgruppe, Aerobic-Gruppen, Gymnastikfrauen oder Rhönradturnerinnen,  stets sind unsere Turnerinnen und Turner gern gesehene Gäste.

Ein absoluter Höhepunkt sowohl sportlicher als auch unterhaltsamer Darbietungen des MTV Altendorf war wohl die begeisternde vierstündige Turn- und Sportschau anlässlich des 100-jährigen Bestehens am 20. April 1997. Weitere Veranstaltungen werden im Jubiläumsjahr 1997 durch den Verein ausgerichtet, die, neben zahleichen sportlichen Aktivitäten, im traditionellen Altendorfer Sommerfest im Juni und dem Festakt, verbunden mit dem Vereinsvergnügen, im November ihre geselligen Höhepunkte erleben werden.

Ein Blick voraus

Eine bewältigte Vergangenheit und eine gut funktionierende Gegenwart sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.
Wenn ein Sportverein wie der MTV Altendorf auf eine 100-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken kann, dann zeugt das unter anderem von einer gewissen Stabilität und einer zukunftsorientierten Führungsarbeit. In Zeiten ständig steigenden Konkurrenzkampfes, besonders durch kommerzielle Sportanbieter, sowie ständig zurück-gehender finanzieller Unterstützung durch Verbände und Kommunen, sind die Vereine immer mehr auf Eigenleistungen und Eigeninitiative angewiesen. Wesentliche Grundlagen dafür sind eine funktionierende übersichtliche Organisationsstruktur und die Ausnutzung aller sich bietender Möglichkeiten ideeller und materieller Unterstützung unter Wahrung der Voraussetzungen für den Erhalt der Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

In den letzen beiden Jahren hat der Vorstand des MTV Altendorf durch die neue Organisationsstruktur „MTV-2000 “ die Voraussetzung geschaffen, dem Verein auch einen sicheren Weg durch die nächsten Jahrzehnte seines Bestehens zu bereiten. Möge es den Verantwortlichen gelingen, immer genügend qualifizierte und motivierte Mitglieder zu finden, die die Geschicke des Vereins zum Wohle seiner Mitglieder und des Sports und zu leiten im Stande sind.

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